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Verhalten bei Gleitschirmunfällen und erste Hilfe

Alpines Notsignal und Verständigung mit den Rettern

Gleitschirmfliegen ist, wenn man es sorgfältig und mit dem notwendigen Respekt betreibt, nicht gefährlicher als viele andere Sportarten. Man darf bei der Ausübung dieser Sportart jedoch nie vergessen, daß es sich um Fliegen handelt. Da der Mensch von Natur aus nicht für das Fliegen geschaffen ist, müssen bei jedem Flug die Gefahrenqellen, die im Gerät, aber auch in der Person des Fliegers selbst liegen, möglichst ausgeschlossen werden.
Oft sind mangelhafte Ausbildung und schlechte Ausrüstung die Ursache für Unfälle. Wäre jeder Gleitschirmpilot mit festen, knöchelhohen Schuhen, richtiger Kleidung und Schutzhelm ausgerüstet, ließen sich etliche Unfälle verhindern. Bei Unfällen mit dem Gleitschirm treten folgende Verletzungen besonders häufig auf:
    - Beine: Brüche, Zerrungen, Bänderrisse an den Knöcheln, Kniegelenken, Unterschenkeln.
    - Arme: Brüche, Prellungen an den Hand- und Ellenbogengelenken.
    - Wirbelsäulenverletzungen (durch falsche Startabbrüche und zu harte Landungen).
Wenn es trotz aller Vorsicht und Ausbildung zu einem Unfall gekommen ist, bitte die folgenden Regeln beachten:
  • Das oberste Gebot heißt: Ruhe bewahren, keine unüberlegten Handlungen. Zuerst die Situation erfassen und dann die Vorgehensweise überlegen.
  • Sicherung des Verletzten bzw. Selbstsicherung vor Absturtz im exponierten Gelände.
  • Ist keine Bergung möglich, Hilfe holen bzw. Alpines Notsignal.

Alpines Notsignal und Verständigung mit den Rettern

Alpines Notsignal:
6 mal pro Minute ein Zeichen geben. 1 Minute Pause, danach wiederholen. Zeichen können durch Rufen, Pfeifen oder durch Winken gegeben werden. An gut sichtbaren Plätzen unbedingt den Gleitschirm auslegen und damit den Unfallplatz markieren.

Antwort auf Alpines Notsignal:
3 mal pro Minute ein Zeichen geben. 1 Minute Pause, danach wiederholen. Zeichen können durch Rufen, Pfeifen oder durch Winken gegeben werden.

Hubschrauberbergung
Ist der Hubschrauber im Anflug und hat den Verletzten entdeckt, zeigt ein Helfer an, ob Hilfe notwendig ist:

Yes, ja: Hilfe ist notwendig No, nein: keine Hilfe notwendig

Ist sicher, daß der Hubschrauberpilot den Verletzten entdeckt hat, müssen unbedingt das Gleitsegel und alle lose herumliegenden Teile im Rucksack verstaut werden, damit nichts in den Rotor gezogen werden kann.

Der Landeplatz für Hubschrauber wird folgendermaßen vorbereitet:
 · freier Platz von 25x25m
 · flaches Gelände ohne Mulden
 · feste Unterlage (Schnee festtreten)
 · hindernisfreier Anflugbereich
 · Anzeigen der Windrichtung durch einen Einweiser, der ca 10m vor dem Landefeld mit dem Rücken zum Wind und erhobenen Armen den Hubschrauber einweist.



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